Sonntag, 21.07.2024

Pleitewelle rollt! Wirtschafts-Experten warnen: ‚Deutschland versinkt im Bürokratie-Sumpf‘

Mittwoch, 10.07.2024
Autor: Red. MR

Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Aktuelle Zahlen zeichnen ein düsteres Bild: So viele Unternehmen wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr müssen Insolvenz anmelden. Experten schlagen Alarm und sehen die Ursache in der lähmenden Bürokratie und mangelnder Flexibilität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die Statistiken sind alarmierend. Im vergangenen Jahr verzeichnete Deutschland einen dramatischen Anstieg der Firmeninsolvenzen. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Viele dieser Betriebe, oft familiengeführt und seit Generationen erfolgreich, müssen aufgeben – erdrückt von einer Flut an Vorschriften, Formularen und Auflagen.

„Deutschland ist zu träge geworden“, kritisiert Prof. Dr. Hans Müller, renommierter Ökonom an der Universität Berlin. „Während andere Länder ihre Wirtschaft für das digitale Zeitalter fit machen, versinken wir im Bürokratie-Sumpf.“ Müller sieht in der überbordenden Regulierungswut der vergangenen Jahre eine Hauptursache für die aktuelle Misere.

Die Probleme sind vielfältig: Unternehmensgründungen werden durch komplizierte Verfahren erschwert. Innovative Start-ups wandern ins Ausland ab, wo sie bessere Bedingungen vorfinden. Etablierte Mittelständler klagen über steigende Kosten durch immer neue Auflagen und Dokumentationspflichten. „Viele Unternehmer verbringen mehr Zeit mit Papierkram als mit ihrer eigentlichen Arbeit“, berichtet Müller aus Gesprächen mit Betroffenen.

Besonders bitter: Die Pleitewelle trifft Deutschland in einer Zeit globaler wirtschaftlicher Unsicherheit. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und die Nachwehen der Corona-Pandemie setzen der Exportnation ohnehin zu. „In dieser Situation bräuchten wir eigentlich einen schlanken, agilen Staat, der Unternehmen unterstützt. Stattdessen legen wir ihnen Fesseln an“, kritisiert der Ökonom.

Die Folgen sind gravierend. Arbeitsplätze gehen verloren, ganze Regionen drohen abgehängt zu werden. Besonders der ländliche Raum leidet, wenn traditionsreiche Familienbetriebe schließen müssen. „Wir riskieren hier den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, warnt Müller.

Doch nicht nur die Politik steht in der Kritik. Auch den Unternehmen selbst wird vorgeworfen, zu lange an alten Strukturen festgehalten zu haben. „Viele haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, gibt Wirtschaftspsychologe Dr. Sabine Weber zu bedenken. „Die digitale Transformation wurde verschlafen, notwendige Investitionen aufgeschoben.“

Was also tun? Experten fordern ein radikales Umdenken. „Wir brauchen einen Befreiungsschlag“, so Müller. „Ein umfassendes Entbürokratisierungsprogramm, Steuererleichterungen für Investitionen und eine Offensive für digitale Bildung.“ Nur so könne Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden.

Die Zeit drängt. Andere Länder wie Estland oder Singapur machen vor, wie eine moderne, digitale Verwaltung aussehen kann. „Wenn wir jetzt nicht handeln, droht Deutschland endgültig den Anschluss zu verlieren“, warnt Müller.

Die aktuelle Pleitewelle könnte erst der Anfang sein. Wirtschaftsverbände fordern die Politik zum sofortigen Handeln auf. Doch viele Unternehmer haben die Hoffnung bereits aufgegeben. „Ich habe das Gefühl, wir werden im Stich gelassen“, klagt ein Mittelständler aus Bayern, der anonym bleiben möchte. „Vielleicht ist es wirklich Zeit, das Familienunternehmen nach 100 Jahren zu schließen.“

Es bleibt zu hoffen, dass die alarmierenden Zahlen ein Weckruf sind. Deutschland braucht einen Neustart – weniger Bürokratie, mehr Innovationsgeist. Sonst droht der einstigen Wirtschaftslokomotive Europas die Abkopplung.

 

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