Jan Malkus: Tomaten verringern Schlaganfallrisiko

Egal ob frisch vom Strauch oder aus der Dose: wer regelmäßig Tomaten isst, senkt sein potentielles Schlaganfallrisiko deutlich, darauf weist der Umweltexperte Jan Malkus hin.

Das ist das Ergebnis einer finnischen Studie. Die in Tomaten stark enthaltene Farbstoffart Lycopin soll das Risiko sichtbar senken. Da der Körper den Stoff Lycopin nicht selbst herstellen kann, muss er über die Nahrung aufgenommen werden. Reife Tomaten haben einen Lycopinanteil von ca. 3,9–5,6 mg pro 100 g Frucht.
 
12 Jahre lang untersuchten die Forscher der Universität von Ostfinnland in Kuopio 1.031 Männer, die zwischen 46 und 56 Jahre alt sind. Die Patienten mit dem höchsten Lycopin-Gehalt im Blut hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko, als diejenigen mit dem niedrigsten Lycopin-Level.
 
Lycopin funktioniert als Radikalfänger, das bestimmte Moleküle im Körper des Menschen unschädlich machen kann. Neben Tomaten enthalten auch Hagebutten oder Wassermelonen diesen Stoff in hochkonzentrierter Form. Bei verarbeiteten Produkten, wie Dosentomaten, Tomatenmark oder -saft ist der Lycopinanteil sogar noch höher.
Die Studie sei ein weiterer Beleg dafür, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Risiko eines Gehirnschlags senke, sagte Jouni Karppi, der Hauptautor der Studie.
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